Ananastorte und Ananas-Cupcakes im Rockabilly-Feeling!

Ananastorte im Rockabilly-Feeling

An einem Montagmorgen, nachdem die Mäuse zur Schule aufgebrochen waren, stand ich am Balkon und goss die Blumen, die es mal wieder dringend nötig hatten. Mein Blick fiel dabei auf eine junge, „gut bestückte“ Frau, die die Straße entlang schlenderte. Ich hielt inne und beobachtete sie noch eine Weile, da ich etwas so Bezauberndes schon länger nicht mehr gesehen habe. Sie trug ein tolles mintfarbenes Petticoatkleid mit weißen Punkten, welches auf eine verspielte Art ihre figürlichen Reize betonte. Die junge Dame schien auch nichts dem Zufall zu überlassen, denn abgestimmt wurde das ganze harmonisch durch ein kurzes, weisses Baumwolljäckchen und Balerinas in mint. Ihre blonden Haare trug sie zu einem hochangesetzten lockigen Pferdeschwanz. „Warum können sich nicht noch mehr Frauen so feminin kleiden?“ schoss es mir durch den Kopf. „Um wieviel schöner würde es bei uns auf den Straßen aussehen“. Wie schön sah diese Kombination bei dieser Frau aus. Sie hatte keine Modelmaße – und ganz ehrlich: Man braucht die gar nicht, um toll auszusehen und sich wohl zu fühlen. Diese Frau dort auf der Straße war mit sich im Reinen, sie fühlte sich wohl in ihrer Haut. Sie war weiblich und das hübsche Kleid betonte eben diese Weiblichkeit. Alle Problemzönchen waren unter dem weiten Rock quasi weggezaubert. Hach, wie schön ist das denn! Ich brauche keine Diät  …. ICH  BRAUCHE  AUCH  SO  EIN  KLEID!!! (… war dann der zweite Gedanke, der mir durch den Kopf schoss :) … ).

Retro-Style in my kitchen

Retro-Box in my kitchen

Das Bild dieser Frau war vor gar nicht sooo langer Zeit typisch für die Rock ’n‘ Roll-Szene der 50er Jahre: Die Szene der Jungen und Wilden, der aufsässigen Halbstarken, die sich seinerzeit der gesellschaftlichen Prüderie und dem Angepasstsein wiedersetzten und in der Musik ein Ventil fanden, um diesen konservativen Leitbildern zu entkommen. Lässigkeit und Provokation war die neue Tugend.

Erstmal eine Limo
Ääähm, Mooooment! Wie war das doch gleich mit der Lässigkeit und Provokation? War das alles wirklich nur in den 50ern? Hmmm … . Aaaalso, ich hab‘ da so zwei Mäuse, die lassen 2014 die 50er doch locker wieder auferstehen 😉 ! Sie rocken die Bude jeden Tag auf’s Neue!
 
Retro-Cupcake-Style

Pineapple-Cupcakes in a retrobox

Mein Glück, dass sie deshalb auch für alle möglichen Verrücktheiten zu haben sind, dann z. B. wenn die „Mudda“ (Neudeutsch) also die „Mama“ (mein persönlicher Favorit = spießiges Altdeutsch) spontan – weil durch eine tolle, wildfremde Frau inspiriert – die 50er auferstehen lässt und ihnen sogar die Tolle machen darf, also einen zur großen Locke auftoupierten und zurechtgelegten Haarbüschel … oder Pony – sofern man denn einen hat. Natürlich darf hier auch nicht das Nicky-Tuch im Haar fehlen. Taaadaaa! Schon ist das Rockabilly-Feeling perfekt!

Ananas-Cupcakes in einer Retro-Box

Was kann es dann noch Schöneres geben, als passend zu diesem Rockabilly-Feeling, die süßen Cupcakes in hübschen Retro-Schachteln zu drapieren und sie zwischen Petticoat-Stoff und Unterrock-Spitze rocken zu lassen?!
Ananas-Cupcakes

Auch der Kuchen dreht auf dem Parkett ein Ründchen. Frisch und lecker tanzt er mit einem leichten Schwipps mit den Cupcakes um die Wette.

Der Torte letzer Schliff

Tortendesign
Naschkatze

Solltet Ihr Euch an beiden versuchen wollen: Nur zu. Der Kuchen ist himmlisch leicht, sehr frisch und sehr lecker. Ratzfatz – und weg war er!

Pineapple-Cake

Das Rezept ist für drei Böden á 15 cm Durchmesser! Aus zwei Böden macht Ihr die Torte (mit Alkohol) aus dem dritten Boden lassen sich 5 Cupcakes herstellen (für die Kids ohne Alkohol). 

 

Ein Stück Ananaskuchen
Das Rezept für die Ananastorte 
Material: 3 Formen á 15 cm Durchmesser oder 1 Form, dann müsst Ihr drei mal hintereinander backen. Backpapier, eine Küchenrolle, 5 Cupcake-Förmchen aus Papier und ein runder/kreisförmiger Keksausstecher.
Für die Deko und für die Füllung: 2 Ananas 
Am besten, Ihr bereitet die Deko einen bis zwei Tage vorher. Dazu nehmt ihr eine ganze Ananas und schneidet sie oben und unten ab, so dass eine gerade Fläche entsteht und die Ananas senkrecht selbständig stehen kann. Dann schält Ihr sie von oben nach unten vorsichtig mit einem scharfen Messer. Anschließend schneidet Ihr die Ananas in dünne Scheiben (ca. 5 mm dick). Diese legt ihr nebeneinander auf ein Küchenpapier, deckt sie mit einer zweiten Lage Küchenpapier ab und drückt einmal kurz und fest drauf. So geht der Saft schneller raus. Diesen Schritt solltet Ihr noch einmal mit einem frischen Küchenpapier wiederholen. 
Ofen vorheizen und bei 150 Grad die Ananasscheiben auf Backpapier trocknen lassen, bis sie immer dünner werden, sich wellen und ihre Farbe verändern. Sie dürfen nicht mehr nass sein – dann erst sind sie fertig. Sie sollten so aussehen, wie auf dem unteren Bild. 
Für den Teig:
180 g Mehl 
200 g Zucker
100 g Butter
1 EL Speisestärke
2 TL Backpulver
4 Eier (Gr. M)
50 ml Wasser
1 Prise Salz
1 Pckg. Bourbon Vanillezucker 
Alle Zutaten mischen und auf die 3 Backformen verteilen. Bei 180 Grad (Umluft) ca. 20 min. backen. Stäbchenprobe!!! Anschließend die Teigböden herausnehmen, auskühlen lassen und alle Böden vorsichtig halbieren, so dass am Ende 6 Böden entstehen.
Für die Creme:
2 EL Eierlikör 
250 ml Sahne
125 g Mascarpone
120 g Puderzucker
Für die Creme Sahne mit Puderzucker schlagen und Mascarpone einrühren. Alles zusammen so lange schlagen, bis eine homogene Masse entstanden ist. 
Die zweite Ananas zerlegen und das Ananasfleisch in kleine Stücke schneiden.
Die Torte setzt sich aus 4 Böden zusammen. Die restlichen 2 sind für die Cupcakes gedacht. Wollt Ihr auf die Cupcakes verzichten, dann müsst ihr nur 2/3 der jeweiligen Zutaten verwenden oder aber ihr macht eine ganz hohe Torte, die aus 6 Schichten besteht. Ist auch toll! In diesem Fall könnt Ihr 3 EL Eierlikör verwenden.
Beim Belegen der Tortenböden müsst ihr einbisschen sparsamer mit der Creme umgehen. Auf dem ersten Boden 1 EL Creme verteilen, großzügig mit Ananastücken belegen, mit 1 EL Eierlikör beträufeln und den zweiten Boden darauf setzen. In der Mitte genauso verfahren – nur ohne Eierlikör. Die letzte Creme-Schicht wieder mit Eierlikör.
So sieht es dann aus, wenn der Kuchen aufgeschnitten ist:

Ananastorte aufgeschnitten

Pineapple-Cake

Mit der restlichen Creme den Kuchen verzieren. Erst eine dünne Schicht
auftragen, dann für 20 min. in den Kühlschrank stellen, dann die letzte
Schicht auftragen und dekorieren.

Ananas-Cupcakes

Für die Ananas-Cupcakes nehmt Ihr den halbierten dritten Boden und stecht 5 runde Kreise mit dem Keksausstecher aus. Jetzt habt Ihr 10 kleine runde Böden. 5 Böden verteilt Ihr auf 5 Cupcake-Förmchen.

200 g Sahne 
80 g Puderzucker aufschlagen

und auf den 5 Böden in den Cupcake-Förmchen großzügig verteilen. Mit Ananastücken belegen und jeweils mit den restlichen 5 Böden abdecken. Mit Sahne und getrockneten Ananasscheiben dekorieren.

Bon Appétit!

2 Comments

  1. Anonym

    Wieder ganz süße Bilder und alles ist perfekt zubereitet <3!!! Den Kuchen versuche ich auf jeden Fall auch, aber ob ich den so ansehnlich hinbekomme wie du;)

    Ganz viele liebe Grüße

    Yvonne

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *