Böses Essen – die Waffelbäckerei!

Drei wesentliche Fakten, warum Ihr Euch daran NICHT versuchen solltet!

 

Waffelbäckerei

Manchmal gibt es Speisen, von denen man getrost behaupten kann, sie seien BÖSE. So verhält es sich nämlich mit der garstigen Waffelbäckerei. Im Prinzip kommt sie ja ganz harmlos daher. Zuerst hat man irgendwo ein Bild aufgeschnappt und denkt: Ja, das will ich auch versuchen. Dann wird intensivst recherchiert, 1. wo das Produkt überhaupt aufzutreiben ist und 2. wo es am kostengünstigsten erworben werden kann. Nachdem der buy-it-button gedrückt wurde, kommt das kleine harmlose Packetchen an. Es lächelt dich an, es verspricht dir genussvolle Gaumenfreuden mit nostalgischem Flair. 
   
Waffelbäckerei
 
Waffelbäckerei
So weit – so gut! Geht es dann aber ans Eingemachte, sieht die Sache ganz anders aus, denn der wunderbare Nostalgiegedanke wird bei der Waffelherstellung relativ schnell von einem Frittenbudenfeeling abgelöst und ein ebensolcher Geruch haftet  an dir so lange, bis die Dusche und die Waschmaschine endlich Abhilfe schaffen (Fakt Nr. 1). 
Waffelbäckerei
Fakt Nr. 2 ist die logische Konsequenz aus Fakt Nr. 1: Die ganze Wohnung riecht wie eine Frittenbude! Und das trotz verschlossener Küchentür! Nostalgie hin oder her, aber spätestens hier hört bei mir der Spaß auf … der einzige, der hier noch Spaß hat, ist der Geruch, der sich trotz intensiven Lüftens ganze zwei Tage hält … .
Waffelbäckerei
 
Dass nostalgische Dinge nicht mehr zeitgemäß sind, liegt in der Natur der Sache – obwohl Nostalgie als Modetrend heute in allen Bereichen des Medienlebens als wesentlicher Bestandteil fest integriert ist. Ich selbst bin ein Opfer und ein absoluter Junkie dieses Trends. TROTZDEM! Die Waffelbäckerei gehört dahin, wo sie herkommt, vermutlich irgendwo ins tiefste Mittelalter, denn mal ganz ehrlich: Bei diesen Waffeln sind fette Chips aus der Tüte reines Diätfutter! So viel zum Fakt Nr. 3. 
Waffelbäckerei
Wer sich dennoch an den fragilen, süßen und hauchdünnen Fettmonstern versuchen möchte, ist herzlich eingeladen, dieses auch zu tun. Aber sagt am Ende nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt :). Ich persönlich werde sie auch nicht ad acta legen, sondern vermutlich irgendwann im tiefsten Winter, bei mindestens minus 20 Grad Celsius, wieder hervorholen: Dann nämlich, wenn der Körper irgendwelchen vorsintflutlichen Instinkten folgt und unbedingt nach einer stärkeren, vor der Kälte schützenden Fettschicht verlangt. Vielleicht betrachte ich dann die Waffelbäckerei doch mit anderen Augen :).  Und hier kommt das Rezept:
Waffelbäckerei
Klassische Waffeln aus der Waffelbäckerei
1 Ei 
1,5 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
80 g Mehl
150 ml Milch
Fritierfett oder Öl
Als Servierzusätze passen je nach Geschmack: Puderzucker, Früchte,  z. B. Johannisbeeren, Sahne oder Eierlikör
Ei, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Mehl und Milch unterrühren. Der Teig sollte leicht flüssig sein. Das Öl oder Fett in einem hohen schmalen Topf erhitzen. Das Ausbackförmchen zu 3/4 der Höhe in den Teig tunken und anschließend im siedenden Fett solange halten, bis der Teig eine goldgelbe Färbung einnimmt. Waffel vorsichtig ablösen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Anschließend könnt Ihr noch etwas von dem Fett mit dem Küchenpapier auffangen. Dazu müsst Ihr lediglich die Waffeln dort eine kurze Zeit verweilen lassen. 
Zu den Waffeln habe ich Puderzucker gereicht und eine mit Puderzucker gesüßte Schlagsahne mit Johannisbeeren.
Bon Appétit!
Waffelbäckerei
Waffelbäckerei
Johannisbeersahne
Entsprechendes Waffelbäckereizubehör findet Ihr z. B. hier.
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Bis bald! 
Eure 
Madame Tam Tam

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