Surprise Party!

Vor einigen Tagen hat sich bei uns etwas Schönes ergeben, was spontan gefeiert werden wollte. Dazu haben wir schnell ein kleines Familienfest organisiert. Während zu Hause die Vorbereitungen liefen, wurden die Eltern/Großeltern mit der Hiobsnachricht konfrontiert, etwas sei furchtbar schief gelaufen und wir bräuchten ihren Rat.  … Ja, ich weiß, …. wir sind manchmal so 😉 ….

Auszug aus dem Telefongespräch:

Ich: „Du, Mama, kannst Du heute mit Papa nach der Arbeit vorbeikommen? Wir haben Mist gebaut und bräuchten dringend Euren Rat“.

Mama: „Oh Gott, Kind! Was ist passiert?“

Kritischer Moment … Mama durchschaut mich immer 😉

Ich (Flüsterton): „Ah, kommt einfach vorbei. Ich möchte das nicht am Telefon besprechen und auch nicht vor den Kindern“ …

Mama: „Aha“

Ich: … Mist, die riecht den Braten …

Mama: „Okay. Wir kommen …“

Während ich mich also im Stottern übte … wurde um mich herum fleißig gewerkelt. Wir wollten den Grund unseres Festes nicht sofort preisgeben, weshalb wir dem Thema entsprechend schon mal den Tisch gedeckt haben. Interpretiert aber nicht zu viel hinein. Die Hinweise sind gar nicht auf den Fotos drauf ;)! Neben der Deko erhielt jeder eine kleine Papiertüte mit Anhaltspunkten zum Anlass der Spontanparty. So versteckte sich in jeder Tüte ein Buchstabe und ein Stück von einem Bild. Beides mussten die Gäste gemeinsam zusammensetzen, um auf diese Weise den Grund des freudigen Ereignisses zu erfahren.  

Ich habe mir ein leichtes Drei-Gänge-Menü für den Abend ausgedacht. Als Vorspeise gab es kleine, warme Häppchen (ohne Bild – so fix waren die weg!).

Danach gab es ein kleines Inselsüppchen. Wie immer frei nach Schnute – weil – es musste ja alles schnell und spontan gehen! 

Inselsüppchen
Kartoffeln
Brokkoli
Lauch
und etwas Instantgemüsebrühe kochen und pürieren.
Anschließend Creme fraiche einrühren, salzen & pfeffern. 
Mini-Käsestangen-Baguettes (die gibt es z.B. bei der Bio Company)
in kleine Scheiben schneiden, 
etwas Butter drauf und mit Kresse kleines Palmenfeeling ausarbeiten. 
Mit etwas Cremaceto Classico (das ist so eine Art Balsamico-Creme) verhübschen.

Fertig!

Kocht sich quasi von alleine ;).

Als Dessert habe ich kleine Petit Fours vorbereitet! Premiere im Hause Tam Tam!!! Ich habe immer solche Panik geschoben, weil ich dachte, dass die kleinen Dinger in der Herstellung total schwierig sein werden. Tja, Pustekuchen! Falsch gedacht! Jetzt weiß ich es besser ;). Nichts desto Trotz machen sie viel Arbeit … und zwar Fummelarbeit beim Glasieren.
♥♥♥
Petit Fours á la Madame Tam Tam 
 5 Eier
120 g Zucker
50 g Mehl
2 EL Speisestärke
50 g gemahlene Mandeln
1 Glas (200g-225g) Aprikosenkonfitüre
einen Marzipandeckel
2 Packungen Puderzucker
2 Zitronen
3-5 EL Granatapfelsirup
Nutella
Cremaceto Classico
Schlagsahne
Roter Pfeffer
Beeren (Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren)
Minze oder Zitronenmelisse

Was Ihr sonst noch benötigen werdet sind: Kuchengitter, flacher Acrylpinsel, Klarsichtfolie

Ofen vorheizen auf 200 Grad (Umluft). Eier trennen. Eiweiß mit 60 g Zucker steif schlagen. Eigelbe mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen. Eischnee und 1 TL Zitronensaft hinzufügen. Mehl mit Speisestärke und Mandeln hineingeben und unterrühren. Den gesamten Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen und ca. 15 min. bei 200 Grad backen. Anschließend auf ein gezuckertes Küchentuch stürzen und auskühlen lassen. Backpapier abziehen, den Teig mit der Konfitüre bestreichen und in drei gleich große Teile schneiden. Zwei Teigplatten übereinander legen und mit der Hälfte des Marzipandeckels belegen. Die letzte Teigplatte darauf setzen und mit dem restlichen Marzipan belegen. In Klarsichtfolie einpacken und den Teig mit etwas beschweren (z. B. mit Büchern).

In der Zwischenzeit macht ihr 1,5 Packungen Puderzucker in eine Schüssel. 2-3 EL Sirup hinzufügen  und 1 EL Zitronensaft. Ich mache das meistens wieder so nach Schnute, Geschmack und nach Farbe. Soll die Farbe heller werden, dann mehr Zitronensaft. Soll die Farbe dunkler werden, dann mehr Granatapfelsirup. Achtet auch auf die Konsistenz. Der Puderzucker darf nicht flüssig werden. Er muss sich gut verteilen können und darf nur LANGSAM verlaufen.

Den Teig wieder hervorholen. Alle Seiten gerade schneiden und anschließend den gesamten Teig in Stücke teilen. Jedes einzelne Stück davon mit dem Guss überziehen und auf dem Küchengitter abtropfen lassen. Eigentlich ist dieser Arbeitsabschnitt der aufwendigste. Damit es gut wird, geht Ihr wie folgt vor: Einen großen Kleks Guss oben drauf und mit einem flachen Acrylpinsel (im Bastelladen erhältlich) den Guss auf alle Seiten gleichmäßig verteilen. Dann wird nämlich die Decke richtig schön glatt. Die Seiten ebenfalls mit dem Pinsel und dem Guss bearbeiten, bis alles schön abgedeckt ist. Auf einem Kuchengitter abtropfen und trocknen lassen.

Wenn der Guss trocken ist (Fingerprobe reicht) macht Ihr die Verzierung. Ich mag es persönlich so ganz und gar nicht, wenn ein Kuchen nur nach Zucker schmeckt, daher auch die vielen Beern! Sie sind nicht nur schöne Deko – sie schmecken auch richtig prima und geben einem Kuchen immer das gewisse Etwas! 
Zusätzlich habe ich noch eine Art Schokosoße gezaubert. Dazu habe ich 2 EL Nutella leicht erwärmt,  mit gaaanz wenig Sahne (geht dabei Teelöffelweise vor) ihr eine schöne glänzende Glasurkonsistenz gegeben und mit Cremaceto abgeschmeckt. Damit und mit den Beeren + Melisse habe ich dann die Petit Fours verziert. Als letzten Schritt habe ich roten Pfeffer zerdrückt und darüber gestreut. Das gab dem Ganzen den letzten Pfiff!
So! Und wenn Ihr jetzt noch glaubt, ich schmeiße ’ne Spontanparty und finde auch noch Zeit zum Fotografieren … nee, nee. Fast alle Szenen wurden einen Tag später nachgestellt – mit dem was noch übrig war :). Nur die kleinen, Schleife ausführenden Händchen von unserer Jüngsten habe ich tatsächlich noch am gleichen Tag mit einem Schnellschuss gemacht.
Und wie macht Ihr das so? 

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